BOBTEC : Das Dreirad-Zentrum am Bodensee 10 Jahre länger unabhängig und mobil
BOBTEC :  Das Dreirad-Zentrum am Bodensee 10 Jahre länger unabhängig und mobil 

Aktuelles

Stand Herbst 2016

 

Begeistert Sie ein kompaktes 20"-Faltrad, können es aber nicht mehr fahren ? Suchen Sie stattdessen ein kompaktes Elektro-Sessel-Dreirad ? Ich habe das DISCO-Junior modifiziert, s. den link Dreiradsortiment.

 

Jetzt gibt es meine Einrad-Schubanhänger mit Zweigang-Freilaufmotor und Pedelec-Funkansteuerung. Unter Last schalten Sie oder der Controller selbst einen Gang zurück und fahren weiterhin einen guten Wirkungsgrad, s. den link Schubanhänger.

 

Motoreninfo 

Ich habe min. 6 verschiedene Antriebsmotoren am Lager. In Verbindung mit den Controllern, verschiedenen Akkutechnologien und den Peripheriegeräten eine so große Vielfalt, daß deren Erklärung den Rahmen dieser homepage sprengt. Lassen Sie sich zu Ihrem individuellen Bedarf ( auch telefonisch ) von mir beraten.

Wer sich mit einem sehr verständlich geschriebenen, Ende 2013 herausge-kommenem Buch einlesen will, dem empfehle ich E-Bike-TechnikFunktion der Pedelecs und Elektro-LeichtfahrzeugeGebrüder Müller, ISBN 9 783 842 361 942. Und wer sich dann sachkundig mit der Auslegung seines Antriebes beschäftigen will, der kommt am kanadischen Kennfeldrechner kaum vorbei, mit dem man Motoren, ihre Leistungen, Raddurchmesser und die anderen Parameter variieren kann : http://www.ebikes.ca/simulator. Den kanadischen Kollegen sei Dank ! Außerdem haben die auch ein ganz besonders pfiffiges Meßgerät für den Elektrofahrer entwickelt : den Cycle Analyst, s. ebenfalls deren homepage. Den verwende ich in seinen verschiedenen Varianten an den Vorführrädern und bei interessierten Kunden seit er am Markt ist. Da können Sie alles ablesen, was elektrisch interessiert und mit der Geschwindigkeit verrechnet werden kann 

( z.B. die Wh/km, die nach Ihrer Probefahrt zur Bestimmung Ihrer Akkugröße dienen ). Zusätzlich lassen sich damit geeignete Controller programmieren.

 

Ein Wort zur "Leistung" von Pedelec´s :

Die zulässigen 250 Watt für Pedelecs sind ein theoretischer Prüfstandwert und haben mit der Realität wenig zu tuen. Korrekterweise müßte dieser Wert heißen "250 Watt Dauerleistung nach S1 bezogen auf die DIN EN 600 34-1". Dazu gehört auch noch, daß zu diesen 250 Watt eine Wicklungs-Temperatur von 120°C gehört. Wenn Sie jetzt noch wissen, daß kalte Elektromotoren entsprechend der Betriebsart  z.B. "S2-10 min" anfänglich um 300 bis 400% überlastbar sind, wissen Sie auch, warum europäische Pedelecs so hohe Anfangszugkräfte entwickeln und bei einer kurzen Probefahrt so überzeugen. Wenn Sie dann bei einem Ausflug aber minutenlang eine 8%ige Steigung oder weichen Boden befahren und die Motorelektronik bis auf die 250 Watt zurückregelt, ist die Enttäuschung groß. Wie schnell das passiert, ist von der Wärmekapazität des Motors abhängig ( spez. der Masse und des Wärme-Ableitvermögens ). Diesen Effekt können Sie bei diversen, getriebelosen VR- oder HR-Nabenmotoren erleben. Der o.a. Kennfeld-Simulator sagt Ihnen z.B. auch, ob und wann Ihr auserwählter bzw. vergleichbarer Motor überhitzt. ( Diese technisch so wichtige Angabe finden Sie leider in keinem Verkaufsprospekt. Und deshalb sollten Sie auch längere Probefahrten in der beabsichtigten Topographie machen. )

Aus dem geschilderten Zusammenhang sind die Mittelmotoren so praxisnah, weil sie so viele Gänge haben, wie bis zur Hinterachse eingebaut sind. Beim Dreirad kommt noch dazu, daß Sie im Gegensatz zu Zweirädern - ohne umzufallen - beliebig langsam fahren können. Die Grenze ist erst erreicht, wenn das zulässige Dauer-Drehmoment einer Schaltnabe ( meist 50Nm ) erreicht ist. Beispiel : der Autofahrer fährt an Steigungen auch nicht gnadenlos im 4. Gang, sondern schaltet intuitiv in einen niedrigeren Gang mit gutem Wirkungsgrad.

Nach meiner Erfahrung an Vorführrädern mit zwei verschiedenen Antrieben in einem Rad muß ein Nabenmotor etwa die doppelte Nennleistung ( W ) erhalten, damit er mit einem Tretlager-Motor mithalten kann. Das bedingt aber leistungsfähigere, teurere Akkus, die den höheren Spitzenstrom ( A ) dann auch liefern können. Daß bei nervöserem "Gas"-Händchen der zugehörige Akku dann auch eine höhere Kapazität ( in Ah ) erfordert, liegt auf der Hand. Und weil ein leistungsfähiger Li-Akku oft der Preistreiber bei der Ausrüstung ist, tendieren die besten Fahrradantriebe - Stand 2014 - zu den Mittelmotoren mit Nabengetrieben. Vielleicht gibt es aber auch bald Nabenmotoren mit Getriebe, wie schon die mit eingebauter Leistungselektronik. 

 

Zum Thema Arbeit und Leistung , die im Zusammenhang mit Motoren und Akkus ständig verwechselt werden :

       Meist völlig unbekannt : Leistung  = V x A = W =    Watt oder Kilowatt

                                                 Arbeit = V x Ah = Wh = Wattstunden

Das bedeutet, daß die "Leistung" eines Akkus - unabhängig von der Kapazität -  von seiner Strombelastbarkeit abhängt und daß die "Kapazität" - unabhängig von

der Leistung - von seinen entnehmbaren Ah abhängt ! D.h., bei gegebenem Motor und gegebener Akkuspannung ist es die Kapazität eines Akkus in Ah, die die Reichweite repräsentieren. Bitte nie mehr verwechseln. Es sind zwar ähnliche Bezeichnungen, aber physikalisch die berühmten Äpfel kontra Birnen oder Dollar kontra Pesos.

( Und mit Stand Herbst 2015 : Nach meiner und befreundeten Händlerkollegen Erfahrung sind die verschiedenen Li-Zellen des Zellenherstellers Sony/Konion allen anderen Fabrikaten bezüglich Standzeit, Fehlertoleranz und Eigensicherheit min. eine Klasse überlegen. Brände mit Sony-Akkus sind mir im Gegensatz zu anderen Fabrikaten z.B. nicht bekannt. Siehe dazu auch meinen link "Wichtiger Gefahrenhinweis bei Einsatz von Li-Akkutechnik" am Ende meiner AGB )

 

 

Mittelmotoren

Am Markt sind seit 2013 drei nachrüstbare Tretlager-Mittelmotoren verfügbar        ( Bafang, sunstar, Schachner, AU  bzw. SFM, D ), die aber noch nicht im o.a. Kennfeldrechner sind. Ich habe sie alle schon mehrfach verbaut. Je nach persönlicher Fähigkeit kommt die Ansteuerung via Trittfrequenz, Trittkraft oder Gasgriff infrage. Mein Favorit ist der Bafang. Den verbaue ich z.B. häufig in der 350 bzw. 500W-Version im leichten conRad II und AnthroTech. Die 250W S1-Dauerleistung und die S2-peak-Leistung liegen für jeden dieser Motoren noch im Pedelec-Bereich - wenn ein Gasgriff nicht mitmontiert wird, bzw. wenn der nur bis 6 km/h aktiv ist. Mit Gasgriff bis zur Endgeschwindigkeit ist es ein E-Mofa, das je nach Getriebeabstufung über 25 km/h fährt. Sie können die Motoren in meinen Vorführrädern auch probefahren.

Allen nachrüstbaren Mittelmotoren ist bisher gemein, daß bis auf den SFM-Motor eine Rücktrittbremse nicht möglich ist, die Tretlagerbüchse einen durchgängigen Durchmesser ( wie das BSA-Gewinde ) aufweisen muß und bei kurzem Abstand Tretlager-HR unbedingt die Konsequenz aus einem größeren Kettenschräglauf beachtet werden muß !

Mit Stand 2015 gibt es auch noch weitere nachrüstbare Mittelmotoren, die ich aber bis auf den PENDIX noch nicht verbaut habe. Der Pendix hat aber leider einen zu kleinen Akku mit integrierter Steuerelektronik, der für meine Klientel mit höherem Leistungs- und Reichweitenbedarf nicht geeignet ist. Der Akku ist durch externe Kapazität nicht ergänzbar.

 

 

 

Zur Federung Ihres Dreirades oder seines Sitzes

Ich habe fünf Möglichkeiten zur Federung eines Dreirades Typ ConRad erprobt :

 

        a)  Ballonreifen 20" x 2,5 o.ä. mit geringem Reifendruck

        b)  ein zusätzliches, angepaßtes Dekubituskissen

        c)  4 Tonnenfedern unter dem verschiebbaren Sitz bis ca. 90 kg

                  Körpergewicht ( ähnlich den früheren Sattelfedern )

        d)  einen leichten Schleppersitz, bei dem man das Körpergewicht bis

                  140 kg durch die Vorspannung von Federn leicht einstellen kann, 

                   für Korpulente unverzichtbar ( ca. 7 kg Mehrgewicht )

        e)  Austausch aller drei Räder gegen die englische loopwheel-Technik

                  ( sehr intelligente Federtechnik zwischen Felge und Nabe )

 

Mein Resümee : 

        c) plus das Vorderrad von e) scheint das Optimum für die Älteren zu sein.

            Die Hinterräder in loopwheel-Technik sind noch zu hart und m.E. zu teuer.

                

      Dreirad später und Sattel-Lift sofort ?

Wußten Sie, daß Sie den Bedarf eines Dreirades noch verschieben können, wenn Sie Ihr Lieblingsrad mit einem Sattellift ausrüsten ? Im Stop and Go -Betrieb im Städtchen sitzen Sie damit tiefer, müssen nicht an jedem Ampelstop vom Sattel, können immer beide Beine abstellen und auf längeren Strecken sitzen Sie mit optimaler Position bis zu 12 cm höher. Die Bedienung des dafür geschaffenen Gasdrucklifts erfolgt analog wie bei einem Bürostuhl, hier allerdings mit einem Daumen-Hebelchen am Lenker. Befragen Sie mal Ihren Händler dazu oder googeln danach.

 

Und was gibt das leidige Krankenkassenthema her ?

 

Sie benötigen ein Rezept, Attest oder eine Verordnung für ein Hilfsmittel „Krankenfahrstuhl mit Pedalantrieb“ nach der Vorgabe „Bewegung ohne Überanstrengung“. Wenn das Fahrzeug einen therapeutischen Nutzen hat, haben Sie entsprechend §33 des 5.Sozialgesetzbuches ( SGV V ) als gesetzlich krankenversicherte Person einen „Anspruch auf die Versorgung mit Hilfsmitteln, die im Einzelfall erforderlich sind, um den Erfolg der Krankenbehandlung zu sichern oder eine Behinderung auszugleichen“ ; d.h., ein Fach-Mediziner bestätigt den Bedarf, der Händler macht ein angemessenes Angebot und die Krankenkasse bewilligt den finanziellen Teil, weil sie dann eigentlich keinen Ermessensspielraum mehr dazu hat. Bloß sieht die Praxis ganz ganz anders aus, weil der Berechtigte sich i.d.R. nicht informiert !

 

Auch Erwachsene haben Anspruch auf ein Dreirad. Das Sozialgericht Hessen hat ein interessantes Urteil gefällt. Es hat am 17.12. 2009 den Anspruch eines erwachsenen Menschen auf Versorgung mit einem behindertengerechten Dreirad bestätigt. Bereits in der ersten Instanz war die Krankenkasse zur Kostenübernahme aus therapeutischen und funktionellen Gründen verurteilt worden. Die Revision zum Bundessozial-gericht wurde nicht zugelassen. Daher ist nunmehr bestätigt, dass nicht nur behinderte Kinder bis 10 einen Anspruch auf die Versorgung mit Dreirädern haben.

Und das folgende zusätzliche Urteil von 2014 des Bundessozialgerichts in Kassel ( AZ: B3 KR 8/13 R ) mit einer seiner Begründungen - analog angewendet - heißt dann nicht weniger interessant : "Nicht entscheidendend für den Versorgungsanspruch ist, ob das begehrte Hilfsmittel im Hilfsmittelverzeichnis ( § 139 SGV V ) gelistet ist ... / ... individuell angepaßte Elektro-Dreirad-Unikate bei Mobilitätseinschränkung entsprechen dem Hilfsmittelbegriff ... " ). Den roten Text habe ich statt dem Text  "...Rauchwarnmelder für Gehörlose entsprechen dem Hilfsmittelbegriff..."  sinngemäß sicher nicht falsch interpretiert und eingefügt. Ein individuell angefertigtes Dreirad-Unikat u.a. aus gängigen Kaufteilen kann naturgemäß keine Hilfsmittel-Nr. haben, ist aber dennoch im Sinne des 5.Sozialgesetzbuches ein wertvolles Hilfsmittel - eine wichtige Info für Ihren Fachanwalt für Sozialgerichtsbarkeit. Die 1. Instanz ist übrigens kostenlos.

 

Begründungen pro Krankenfahrstuhl : Zur dauernden Behandlung bzw. aus  therapeutischen Gründen erforderlich bzw. zur Rehabilitation und zur Pflege von sozialen Kontakten. Die Fahrzeuge sind aufgrund ihrer technischen Ausführung und der möglichen An- und Umbauten für besondere Behinderungen keine Freizeitfahrzeuge, sondern echte Hilfsmittel zur Erfüllung von Grundbedürfnissen. Zu den allgemeinen Grundbedürfnissen zählt auch die Erschließung eines Aktionsradius` von mehreren Kilometern, was i.d.R. mit Rollstühlen nicht möglich ist. Anstehende Besorgungen oder Arztbesuche ohne zusätzliche Hilfe ( wie Begleiter, Taxe und bei ungünstigen ÖPNV- bzw. Straßenverhältnissen ) können mit einem Rollstuhl nicht unter zumutbaren Bedingungen, in angemessenen Zeiten oder zu vertretbaren Kosten erledigt werden. Außerdem entfällt in einem Rollstuhl das außerordentlich wichtige Muskel- und Kreislauftraining, weil der untere Bewegungsapparat nicht aktiv mitarbeitet. Folge u.a. : Frieren in der kalten Jahreszeit. Ein reines Tretfahrzeug kommt nicht infrage, weil im allgemeinen weder die dauerhafte Kraft, noch die Kondition vorhanden sind ( z.B. bei eingeschränkter Herz-/ Lungenfunktion, nach Amputationen, zur Schlaganfall-REHA oder bei Protesenträgern ).

 

Stellen Sie Ihrem behandelnden Arzt die Vorteile eines individuell modifizierten Sesselrades für Ihren Bedarf dar, wahrscheinlich kennt er diesen Fahrzeugtyp noch gar nicht. Drucken Sie sich dazu z.B. ein Bild meiner Räder Ihrer Wahl und diesen Text aus. Es können nach Schlaganfall z.B. alle Bedienelemente auf eine Lenkerseite verlegt werde, Fußschalen mit Klettverschluß-Schnallen gegen Abrutschen der Füße, Oberschenkel- und Wadenstützen gegen Umfallen der Beine, robuste klappbare Armlehnen als Aufstehhilfe und verkürzte, vorverlegte bzw. pendelnde Pedalarme für eine eingeschränkte Beugefähigkeit von Knie oder Hüfte montiert werden. Bei Bedarf gibt es auch ( nachrüstbare ) Pedelec-, e-bike oder Kleinkraftrad-Motorisierungen. Solche Räder sind meist individuell angepaßte Unikate, für die es verständlicherweise keine Musterprüfungen gibt und die demzufolge auch keine Hilfsmittel-Nr. erhalten können, s.o.

 

Leider sagt die Erfahrung meiner Kunden, daß Sie ( Stand seit 2012 ) ohne Brief eines Fachanwalts für Sozialrecht nicht mehr mit einem Entgegenkommen der Krankenkassen rechnen können. Manchmal sind sie bereit, einen genehmigten E-Rollstuhl gegen ein E-Dreirad mit Krankenfahrstuhl-Status ( ohne Wartungsanspruch ) zu tauschen. Sie können aber auch nach 2 Jahren in einer 2. Sozialgerichtsinstanz abgewiesen werden, wie es trotz Rezept und einem besonders dämlichen Anwalt einer Kundin passiert ist.

 

Wenn Sie dringend ein motorisiertes Dreirad benötigen und die risikoreiche Krankenkassenrunde nicht abwarten wollen oder können, gibt es folgenden Ausweg : Mit einem Saison-Mietvertrag "vermiete" ich Ihnen das Rad, Sie zahlen eine nennenswerte Miete und eine Kaution an, die zusammen dem angebotenen Kaufpreis entsprechen und ich rechne bei einem zugestimmten Kauf durch die Kasse die Miete plus Kaution voll an. Endgültig kaufen dürfen Sie ein Rad nämlich vor einem OK der Kasse nicht.

 

Ansonsten viel Glück bei Ihrer Kranken-, Beihilfekasse oder -Versicherung.

Stand Winter 2016

Bob Jürgensmeyer

 

 

DISCO mit 3x loopwheel-Rädern und SFM-Tretlagermotor mit Rücktritt

 

Zum sicheren Umgang mit Lithium-Batterien

im Fahrradeinsatz

 

Falls Sie mit Li-Akkutechnik fahren, hier meine fortgeschriebenen Vorsichtshinweise zum Umgang mit Li-Akkus. Informieren Sie ggf. auch den Bekanntenkreis. Ich kenne schon zu viele Li-Brände, als daß dieser Sachverhalt vernachlässigt werden darf.

 

 

Grundsätzlich sind Lithium-Batterien Gefahrgut der Klasse 9 ( „Verbrennungs-gefahr, Brandgefahr, Explosionsgefahr“ ) und entsprechend zu handhaben ! Das Laden von Li-Fahrradakkus im Wohnbereich ist m.E. deshalb leichtsinnig und unzulässig ( Die Akkus der Unterhaltungselektronik, der Mobilfunk-Telefone und Laptops sind hier nicht angesprochen. Aber auch die haben i.d.R. Li-Akkus als Energiequelle. Sogar Boing und Tesla hatten es 2012/13 noch nicht im Griff. )

 

Jegliche Entzündung ist zu verhindern. Brennt es in unbeaufsichtigtem Lade-betrieb dann doch mal wegen defekter Einzelzellen, defektem bzw. vertauschtem Ladegerät, defektem BMS ( = Überwachungs-Elektronik als Akkubestandteil ) oder nach Tiefentladung durch einen nicht abgeschalteten Dauerverbraucher ( wie z.B. Messgerät, DC-DC-Wandler o.ä. ), sollte sich der Akku an einem brandsicheren Ort befinden. Ein Lithium-Akkubrand ist auch bei einem kleinen 36V-10Ah-Fahrradakku ein spektakulärer Metallbrand mit hoher Strahlungsleistung und starker Rauchentwicklung, der sich nur mit Sand oder Schaum und fast nicht mit Wasser oder CO2 löschen lässt. ( Aus meiner eigenen Erfahrung führen Löschversuche mit Löschpulver zu weiteren Schäden im Umfeld, die nur auf das Löschpulver zurückzuführen sind und - wie bei mir - leicht den Brandschaden überschreiten können ! ) Angeblich repräsentiert ein voller Li-Akku 100% el. Energie und 400% chemische Energie. Wenn die sich in 30 sek entfaltet, hat man eine kleine Bombe.

Nach meiner aktuellen Kenntnis über Li-Akkubrände und eigener bzw. Kollegen-Erfahrung entzündeten sich die Akkus mit einer Ausnahme bisher nur im Ladebetrieb. Die Ausnahme war allerdings ein Akku mit BMS und balancer-Funktion, der sich ohne jegliche Belastung ca. 12 Stunden nach Ladeende von selbst entzündete. Einzige Erklärung ist der Ausfall von BMS-/ballancer-Bestandteilen durch Überspannungseinfluss ( s. Ersatzschaltbild einer Li-Zelle ). In der Fachliteratur gibt es für LiMn-Zellen widersprüchliche Aussagen zum Bedarf eines BMS. Ein am weitestgehender Schutz ist deshalb eine zuverlässig gegen Überspannungsspitzen gehärtete BMS und robuster eine dauerhaft abschaltende Temperatur-Schmelzsicherung in der Ladeleitung zwischen oder auf den Akkuzellen mit Auslösetemperatur zwischen 60 und 80 Grad Celsius. Leider gibt

es nach meiner Kenntnis noch keine Temperatur-Schmelzsicherung für Ströme

bis 50A. Damit wäre eine Kabel-Aufteilung zwischen Entladen und Laden entbehrlich. Deshalb verwende ich mit Ausnahme der besonders sicheren Sony-Zellen bei individuell konfektionierten Akkus aus den Zellen der Baugröße 18650 und deren bei Sony bereits serienmäßig eingebauten Übertemperatursicherung im Zellenkopf noch zusätzlich parallelgeschaltete Temperatursicherungen mit einer Auslösetemperatur von 75°C in der Ladeleitung.

Die von mir verkauften individuell, fachgerecht konfektionierten Sony-Zellen für hohe Ströme haben alle die brutalen IATA-Sicherheits-Tests für die Zulassung als Luftfrachtgut bestanden und speziell die LiMnO- und LiFePO-Techniken gelten als sicher bezüglich Überladung, Kurzschluss und div. mech. Beschädigungen. Unabhängig davon sind aber Zellen-Temperaturen über 100°C sehr gefährlich. Ein Li-Akku, der während einer Ladung lokal oder ges. über die zulässige Betriebs-temperatur von 60° warm wird, ist vermutlich geschädigt und muß dringend überprüft werden. ( Als Hinweis : wenn man eine Oberfläche nicht länger als 5 sek mit dem Finger berühren kann, ist sie heißer als ~60°C.) Es kann sich z.B. um einen statistisch vorkommenden Zellenausfall mit Cu-Dendritenbildung im Elektrodenverbund des Akkus handeln, der dann wegen dieser ohmschen Mikro-

Heizungen den ganzen Akku zündet. Weil die Lade-Endspannung nicht mehr stimmt passiert das  i.d.R. erst zum Ende der meist unbeaufsichtigten Ladephase

( und dann in der Nacht ! ).

 

Aber : ist ein rohes Ei gefährlich ? Antwort : bei sachgerechtem Umgang aus Erfahrung sicher nicht. Das gilt auch für die Li-Akkus der Fahrräder. In beiden Fällen sollte man aber an den unangenehmen „Defekt“ denken. Für Li-Akkus gibt es nur noch nicht so viel Erfahrung, aber 2010 laut der Pedelec-Organisation

extra energy schon über 30 Li-Akku-Brände in Europa. Zur Vorsorge gehören demnach immer auch eine feuerfeste Umgebung oder ggf. eine schwere feuer-

feste Abdeckung und ein Schaumlöscher in Reichweite zur Ladestation und

-- nicht zu vergessen -- eine überprüfte Brand- und Haftpflicht-Versicherung.

Viele Modellflieger laden auch im Freien z.B. ihre noch gefährlicheren, schnell-

ladefähigen LiPo-Akkus deshalb ausschließlich in Metallkästen um die teuren Modelle der Kollegen nicht zu gefährden.

 

( Den Händlerkollegen rate ich sehr dringend zu ganz besonderer Sorgfalt und Vorsicht, weil sie zunehmend mit defekten Akkus umgehen müssen und i.d.R. nur geringe Elektrotechnik-Kenntnisse haben. Also größte Vorsicht. Keine unbeaufsichtigten Übernacht-Testladungen in der Werkstatt und einen Schaumlöscher mit Sandeimer und Schaufel in Reichweite !  Schalten Sie deshalb deutlich vor Arbeitsende und zum Wochenende alle Ihre Ladesteckdosen am besten per Schaltuhr zentral ab und kontrollieren das auch. Und ein Akkulager und die Stichworte in Ihren Betriebs- und Haftpflicht-Versicherungen bedürfen wegen des Risikos einer Unterver-sicherung ganz besonderer Vorsorge. Wegen meines teuren Vorführ-radparks und einem größeren Akkubestand als ich dachte, hat mich die Unterversicherung nach einem Brand auch schon mal mit mehreren tausend € betroffen. )

Stand Mai 2014

Fa. Bobtec, Bob Jürgensmeyer, Bermatingen

 

 

 

 

Und wie komme ich jetzt an mein neues Rad ?

 

1. Sie vereinbaren per Telefon oder mail einen Probefahrt-Termin zur Tageslichtzeit in Bermatingen. Das kann auch an jedem Wochentag einschließlich Sonntag sein, weil Sie oder Ihr erforderlicher Fahrer oft auch erst am Wochenende Zeit haben.

 

    Tel. 07544 - 912 138  oder mail an bobjuergensmeyer@aol.com.

  

2. Sie fahren ganz verschiedene Elektro-Fahrrad-Rahmen zur Probe und lassen sich beraten  ( das dauert aus Erfahrung 1,5 bis 2 Stunden ! ) Oft kommt nach den Probefahrten ein anderes Fahrzeug heraus, als zu Beginn in Ihrer Vorstellung war - "das Bessere ist des Guten Feind" oder "Sicherheit vor Schick" und deshalb geht

in dem Fall nichts über ausgiebige, vergleichende Probefahrten.  

 

3. Sie machen mit dem gefundenen Rahmenfavoriten - und ggf. den von mir noch zusätzlich angepaßten Hilfen wegen einer Behinderung -  eine größere Runde in unterschiedlicher Topographie ( möglichst mit dem mitgekommenen Partner, der dazu dann natürlich auch ein E-Rad bekommt ).

 

4. Danach besprechen wir den Lieferumfang für mein qualifiziertes, schriftliches Angebot

 

5. und dann beschlafen und besprechen Sie Ihre Erkenntnisse erstmal, ehe Sie mir nach meinem Angebot einen Auftrag geben

 

6. Jetzt bin ich ´dran. Sie holen das Rad dann entweder zur Einweisung und einer optimierten Einstellung selbst ab oder es wird Ihnen zu meinen Selbstkosten betriebsklar vom Kleiderspediteur vor die Haustür geliefert ( ca. 80 ~ 90 € ).

 

Diesen aufwendigen Service kann kein normaler Fahrradhändler bzw. Reha-

Laden leisten. Und weil ich kein Ladengeschäft und keine Angestellten habe, kaufen Sie auch preiswert ein. Deshalb kommt man auch aus größeren Entfernungen zu Bobtec und schickt auch seine Freunde, weil man dauerhaft

zufrieden ist.

 

   10 Jahre länger unabhängig und mobil mit 

                   Dreirädern von Bobtec.

Hier finden Sie uns:

Bob Jürgensmeyer

Dipl. Ing. (FH) für Maschinenbau und E-Technik

Ringstr. 21
D - 88697 Bermatingen am Bodensee

Telefon :

( +49 ) 07544 - 912 138

Email : bobjuergensmeyer@aol.com

( zwischen Markdorf und Salem, 

ca. 6 km im Hinterland von Meersburg,

scollen Sie im link Anfahrt in die Karte um meinen Wohnort detaillierter zu zeigen )

Unsere Ansprechzeiten :

werktags von 9-00 bis 18-00 und

für Probefahrten auch nach Terminvereinbarung an allen

Wochentagen incl. Sonntags, weil Ihr Fahrer vielleicht nur am Wochenende Zeit hat.

Ich habe auch meist gebrauchte Räder am Lager, die ich Ihnen gerne individuell anpasse.

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